Stadträte in Köln und Frankfurt am Main lehnen MMA bzw. "Ultimate Fighting" ab

Das erste von UFC veranstaltete MMA-Großevent in Deutschland fand im Juni 2009 in der Köln Arena vor mehr als 11.000 jubelnden Fans statt. Er führte zum Teil zu heftigen Reaktionen in den Medien und von Seiten der Politik. Trotz politischem Gegenwind konnte die Ultimate Fighting Championship aber einen gelungenen Auftakt in Deutschland bieten, der die Fans begeisterte.

Einige Kritiker, die sich in diesem Zusammenhang äußerten, machen offenbar MMA für alle möglichen gesellschaftlichen Probleme verantwortlich oder waren schlichtweg falsch informiert: "Geld an Jugendlichen zu verdienen mit Gewaltverherrlichung ist eine neue Form der Perversion des Denkens", schimpfte zum Beispiel der nordrhein-westfälische Jugendminister Armin Laschet (CDU) in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) gegen die Veranstaltung. "Hier findet bloß eine Verherrlichung von Gewalt statt."



Box-Kommentator Werner Schneyder sagte der "FAS": "Man muss diesen Wahnsinn verbieten. Man nimmt Krüppelhaftigkeit und Todesfolge in Kauf. Brutalität wird als imponierend dargestellt."

Im Vorfeld der Veranstaltung hatte der Kölner Stadtrat im Rahmen seiner rechtlichen Prüfung festgestellt, dass die Veranstaltung nicht verboten werden könne. Er hat jedoch einstimmig die Austragung der Kämpfe politisch missbilligt: "Ultimate Fighting ist für mich kein Sport, sondern ein Schritt in die niederste Jauche-Ebene", Manfred Wolf, Bürgermeister und FDP-Mitglied im Rat der Stadt Köln. "Als ich Bilder von diesen Männern gesehen habe, die sogar noch auf den Gegner eintreten, wenn er am Boden liegt, sind mir spontan die Schläger eingefallen, die auf den Rentner in der Münchner U-Bahn eingetreten haben," so Wolf. Neben der Missbilligung des Events forderte der Rat zudem das Management der Lanxess Arena auf, Veranstaltungen dieser Art zukünftig abzulehnen.

Im Zuge der Medienberichterstattung über das UFC-Event in Köln forderten auch Politiker in Frankfurt am Main ein Verbot von MMA - obwohl in der Stadt gar keine Kämpfe angekündigt wurden. Der Frankfurter Stadtrat hat den Magistrat vorsorglich - im Rahmen eines (unverbindlichen) politischen Appellbeschlusses - angewiesen, keine städtisch kontrollierten Sportflächen oder -anlagen für diese Art von Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen sowie keine Ultimate Fighting-Veranstaltung oder ähnliche Veranstaltungen zu genehmigen.
"Gewaltverherrlichende Kämpfe zur allgemeinen Volksbelustigung übersteigen die Grenzen des guten Geschmacks", sagte Sportdezernent Markus Frank (CDU). "Man kann sich nicht über brutale U-Bahn-Prügler mokieren und gleichzeitig die öffentliche Inszenierung von Gewaltexzessen dulden."


Bist Du anderer Meinung als der Kölnische Bürgermeister Manfred Wolf und der Frankfurter Sportdezernent Markus Frank? Dann schick den Kritikern eine sachliche E-Mail und hilf mit, die Rechte von MMA in Deutschland zu verteidigen.

Solltest du einen eigenen Brief aufsetzen, bitten wir dich unserer gemeinsamen Sache wegen, in jedem Fall höflich und sachlich zu bleiben sowie keine Beleidigungen auszusprechen oder falschen Tatsachen zu behaupten.


Quellen:

Ärger um Brutalo-Event in Köln

BILD: 13. Juni 2009
 
Kritiker fordern Verbot des "Ultimate Fighting"

Der Westen: 20. Mai 2009
 
Stadtrat will kein "Ultimate Fighting" in Köln

Koeln.de: 27. März 2009
 
Frankfurt will keine brutalen Kämpfer

hr-online: 26.05.2009

 

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