Unions-Innenminister diskutieren Verbot oder Ächtung von MMA

Am 20. August 2009 trafen sich die CDU/CSU-Innenminister in Chemnitz, um eine Erklärung für "moderne Sicherheitspolitik" zu erarbeiten. Auf ihrer Agenda stand auch ein Verbot von MMA in ihren Bundesländern. Dazu sagte der hessische Innenminister Volker Bouffier: "Es ist eine schlimme Fehlentwicklung, wenn sich Menschen vor Publikum in Käfigen blutig schlagen. Wir müssen diesem abscheulichen Treiben schnell eine Ende setzen." 

Bouffier räumte ein, dass ein Verbot von "Ultimate Fighting" juristisch schwierig sei. Dennoch sei ein Verbot über das Ordnungsrecht der einzelnen Bundesländer "machbar", so Bouffier.

Letztlich wurde MMA bzw. "Ultimate Fighting" in der "Chemnitzer Erklärung" der Unions-Innenminister nicht erwähnt. Allerdings forderten die Innenminister in einer Presseerklärung MMA "als abstoßend zu ächten".

"Wir können beim besten Willen nicht erkennen, warum das Sport sein soll", sagte Innenminister Volker Bouffier. Vielmehr sei das eine ächtenswerte Zurschaustellung roher Brutalität, einer solchen Form der Unterhaltung dürfe kein Raum gegeben werden, so Bouffier weiter. Auch nach Einschätzung des Deutschen Olympischen Sportbunds und verschiedener Landesverbände handelt es sich beim "Ultimate Fighting" nicht um Sport.

 

Bist Du anderer Meinung als der hessische Innenminister Volker Bouffier? Dann schick ihm eine sachliche E-Mail und hilf mit, die Rechte von MMA in Deutschland zu verteidigen.

Solltest du einen eigenen Brief aufsetzen, bitten wir dich unserer gemeinsamen Sache wegen, in jedem Fall höflich und sachlich zu bleiben sowie keine Beleidigungen auszusprechen oder falschen Tatsachen zu behaupten.

 

Quellen:

Union will Ende der Käfig-Kämpfe / Verbot von "Ultimate Fighting

n-tv.de: 20. August 2009

Innenminister und -senatoren der unionsgeführten Länder verabschieden "Chemnitzer Erklärung"

Mediaservice.sachsen.de: 21. August 2009

 

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